(29.6. - 8.7.2019)

Manitoba: Winnipeg – Riding Mountain National Park

In Winnipeg finden wir einen inoffiziellen Parkplatz zum Übernachten in ‚walking distance‘ zum Zentrum. Kaum zehn Minuten nach unserer Ankunft werden wir von Barbara (einer Schweizerin) und Justin zu einem abendlichen Plausch in ihren Garten eingeladen. Wir bedanken uns für die unterhaltsamen Stunden und wünschen Ihnen für ihr Baby alles Gute. Wir erfüllen die zweite FKD-Aufgabe und geniessen ein Glacé bei Eva's Gelateria.

Was den Schweizern der erste August, ist den Kanadiern der erste Juli. Der Canada Day wird in Winnipeg locker gefeiert. Auf mehreren Bühnen im The Forks Park wechseln sich kanadische Künstler ab und geben ‚Country‘ in allen Variationen zum Besten. Die ‚First Nations‘ laden zu einem bunten Pow Wow mit Trommeln und Gesang. Im Park ist Alkohol und Rauchen untersagt, ausserhalb strömt das Bier und die Schwaden canabinoidhaltigen Rauchs (in Kanada ist kiffen legal) vernebeln die Sicht und lassen uns beschwingter mitfeiern. Das nächtliche Feuerwerk können wir vom Dach unseres Alphie mitverfolgen.

Nächstes Ziel: der Riding Mountain National Park. Die Fahrt vom Eingang des Parks zum Lake Audy dauert fünfundvierzig Minuten und führt über Gravelroads. Die Einsamkeit auf dem rudimentären Campingplatz ist ein Genuss: traumhaft. Wir können Bisons und Bären beobachten. Am Abend vergessen wir ein Fenster zu schliessen; die vielen Stechmücken freuts... Am Morgen staksen einige Hirsche im See an unserem Standplatz vorüber. Dieses Bild ‚entschädigt‘ für die unruhige Nacht.

Wir wechseln zum Moon Lake, finden einen Platz im Wald und machen uns auf, die rund neun Kilometer um den See zu wandern. Der Weg ist wenig gepflegt und führt mehrheitlich durch dichten Wald ohne Aussicht auf das Wasser. Es liegen Bäume im Weg, die es zu überklettern gilt. Tiere zeigen sich keine, nicht einmal Eichhörnchen lassen sich blicken. Die vielen ‚Bärenhaufen‘ weisen auf eine dichte Population hin, wir haben jedoch keine entsprechende Begegnung. Im Dickicht verpassen wir prompt die Abzweigung zu unserem Platz und müssen ein ganzes Stück zurücklaufen. Auf dieses Erlebnis hätten wir verzichten können.

Kommunikation: Wir benötigen eine kanadische SIM-Karte. Die Situation mit einem defekten Solarpanel (siehe auch Pleiten, Pech und Pannen), hat gezeigt, dass wir auch in der Wildnis zu günstigen Tarifen kommunizieren wollen. In Daphne erwerben wir eine Bell-SIM-Karte. In Yorkton ist klar, dass diese nicht aktiviert werden kann. In Regina belagern wir hartnäckig einen Bell-Verkaufsstand bis unser Problem gelöst ist. Geht doch!

Saskatchewan: Yorkton – Regina – Grassland National Park

Am Wascana-See in Regina stoppen die vielen Kanadagänse auch mal den Feierabendverkehr, um in Privatgärten zu grasen.

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Blauer Himmel, sanfte Hügel, lange gerade Strassen ohne Verkehr: Saskatchewan von seiner schönsten Seite. Wir drehen eine Runde in den Cactus Hills und stellen fest: keine Kakteen und kaum Hills. Im Grassland Nationalpark erleben wir die unendlichen Weiten der Prärie. Wir stellen fest: die Prärie kann flach, hügelig oder leicht bergig sein. Wir besuchen Kolonien (Towns) von Präriehunden und lassen uns von den flinken und aufmerksamen Nagern von allen Seiten anpfeifen. Wir befahren den ‚Back Loop‘ (eine Dirt Road) des westlichen Teils des Parks, damit sich die Offroad-Seele von Alphie mal entfalten kann.

Wir lösen unsere Tickets ein und ein Cattleman muss her.

2 comments

  1. Hi Eva und Thomas
    Nachdem das Visitenkärtli aus der Versenkung wieder aufgetaucht ist, musste ich zwingend, in einem Zuge, eure super dokumentierten Reiseberichte lesen. Mit den tollen Fotos wird es zu einem eindrücklichen Erlebnis für Zuhausegebliebene. Chapeau: Berichte, Geschichte und Bilder – einfach genial!

    Herzliche Grüsse aus dem Fricktal
    Elisabeth und Paul

    1. Liebe Elisabeth, lieber Paul,
      gut sind wir wieder aus der Versenkung aufgetaucht…
      Wir freuen uns, dass ihr uns auf der Reise aus der Ferne begleitet.
      Danke für den Kommentar

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