Stampede (9.7. – 15.7.2019)
Cypress-Hill-Interprovincial-Park, Lethbridge, Waterton National Park, Calgary

Die Dieselqualität in Lethbridge ist sogar für Alphie zu lausig und so bewältigen wir die Strecke zum Waterton National Park stotternd und ruckelnd, was nicht weiter schlimm aber sehr nervig ist. Die plötzlich majestätisch am Horizont auftauchenden Rocky Mountains, lassen uns die kleinen Dieselproblemchen schnell vergessen. Den letzten ‚first come, first served Platz‘ auf dem einzigen Camping scheint für uns reserviert zu sein (Glück!) und so gönnen wir uns zwei Nächte in dieser spektakulären Landschaft. Es gilt Trails zu laufen, die Sonne muss genossen werden und der Plausch mit Silke und Holger aus Deutschland machen die Tage interessant und spassig. Der starke, in Böen wehende Wind aus den Bergen, lüftet die Zelte unserer Nachbarn gehörig durch. Wir aber verbringen zwei erholsame Nächte, wobei uns Alphie sanft in den Schlaf schüttelt, echt jetzt. Die Deer (amerikanische Hirsche) sind am hellichten Tag im Village unterwegs, fressen die Blumen aus den nicht mit Draht gesicherten Rabatten und Töpfen, und in der Dämmerung nimmt schon mal ein Grizzly die Abkürzung über den nahen Radweg (hörensagen…).

„What an incredible, awesome blast“! Dies ist ein Zitat eines Kanadiers im C-Train zum Calgary Stampede Gelände und bedeutet frei übersetzt: „Was für eine unglaubliche, erstaunliche Veranstaltung“. Wir haben unsere Tickets bereits letzten September erstanden. Rund um den Grandstand (dem Rodeo Stadion) herrscht eine kanadische Mischung aus Oktoberfest, OLMA und Herbstmesse. Was am Oktoberfest das Dirndl und die Lederhosn, sind hier die Cowboyboots und der –hat. Zudem sind Jeans angesagt: bei den Herren lang und bei den Damen hotter als hot. Na ja, Thomas gefällt‘s.

An jeder Ecke gibt es etwas zu futtern, wahlweise süss/fettig oder salzig/fettig, die Besucher stehen Schlange. Die Preise – insbesondere für Bier – sind astronomisch. Zitat von Thomas: „da könnte man zum Abstinenzler werden“. Das Rodeo selbst – wir sind glücklicherweise am Finaltag dabei, an dem die Stampede-Champions gekürt werden -  ist ein mitreissendes, beeindruckendes Erlebnis. Wir sind live dabei, als sich in sechs Disziplinen die absolut Besten messen. Eva beobachtet durch ihren Feldstecher interessiert das Wettkampfgeschehen und die Cowboys.

Die Königsdisziplin - das sehr gefährliche Bullriding (einarmiges Reiten auf ‚hässigen‘, ausgewachsenen Stieren) – lässt uns das Blut in den Adern gefrieren. Einige Bullrider verlassen offensichtlich verletzt die Arena und der Sieger kann seine schwere Bronzetrophäe infolge seines verletzten Arms nicht halten. Den Check über einhunderttausend Dollar nimmt er jedoch strahlend entgegen.

Randbemerkung: Unsere Lieblingsausrüstungsgegenstände sind neu unter 'Trivia' aufgelistet sowie das update betr. Gasadapter unter PPP.

 

Wir planen Auslassungen für einen Schimmel.

6 comments

  1. Liebe Eva und Thomas
    wow, schon 72 Tage unterwegs. Wir lesen regelmässig eure spannenden Stories und schauen die tollen Fotos an. Schön dass wir teilhaben dürfen an eurer Reise. Wir wünschen euch noch viele interessante Begebenheiten und Bekanntschaften. Alles Gute und liebe Grüsse aus dem Baselbiet
    Bettina und Reto

    1. Liebe Bettina, lieber Reto
      das freut uns sehr, dass ihr uns aus der Ferne begleitet. Herzliche Grüsse an Euch und an alle anderen ‚Happy Dancers‘.
      Eva und Thomas zur Zeit in Whitehorse

  2. Hallo Ihr Beiden,
    Vielen Dank für die nette Erwähnung in Eurem Blog. Super, dass Euch die Stampede so gut gefallen hat. Wir waren noch im Theodor Roosevelt Nationalpark, wunderschöne Landschaft mit Bisons, Wildpferden und Präriehunden und umfahren jetzt noch den Superior Lake. Wünschen weiterhin eine gute Zeit!!
    Ganz liebe Grüße, Silke und Holger

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