El Fuerte – Las Glorias – Mazatlan – Durango – Parque National Sierra de Organos – Zacatecas – Guadalajara – Charly’s Restaurant – Morelia – Reserva de la Biosfera Mariposa Monarca

(10. - 31.1.2020)

Schöner Übernachtungsplatz
Auf dem Weg nach Las Glorias führt das Navigationssystem auf kürzestem Weg in enge, von gefühlten einhundert Topes verbaute Dörfchen. Für 20 Kilometer benötigen wir 90 Minuten. Knapp vor der Dunkelheit erreichen wir den riesigen Strand und können das Einsinken im weichen Sand nur knapp verhindern, das hätte uns gerade noch gefehlt!

Es ist s… kalt und es weht ein eisiger mit Sand beladener Wind. Wir ziehen uns in unsere gemütliche Kabine zurück, machen die Schotten dicht und kochen eines unserer Lieblingsgerichte (Spaghetti al Tonno). Das Foto sieht so harmlos aus…

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Ein kurzer Abstecher zu den Petroglyphen von Las Labradas

auf dem Weg zum touristisch überlaufenen Mazatlan. Einen ruhigen, sicheren Übernachtungsplatz finden wir hier erst nach mehreren Anläufen. Mit unseren Nachbarn, Renee und Bob, Snowbirds aus Kanada, kommen wir schnell ins Gespräch. Beide sind um die Achzig und Überwintern hier seit Jahrzehnten. Bob sieht nicht nur sehr bayerisch aus, er hat tatsächlich bayerische Vorfahren. Auf die Frage wie seine Pläne für heute aussehen, antwortet er: „Nothing, same as yesterday“!

Beim gemütlichen Spaziergang durch die zum Teil sehr schöne, koloniale Altstadt stösst sich Thomas trotz schützender Sandalen den grossen Zeh blutig. Kurz darauf übersieht Eva eine Schwelle und schürft sich ein Knie auf. Das reicht, wir treten mit einem kleinen Umweg durch die Markthalle den Rückweg an. Bei Renee und Bob sind wir zur ‚very happy‘ Happy Hour eingeladen.

Unzählige Tunnels und atemberaubend hohe Brücken durch die Sierra, diesmal nicht mit dem Zug sondern unter unseren Rädern. Die Cuota (Mautpflichtige Strasse) von Mazatlan nach Durango hat es in sich und wird fast ausschliesslich von Lastwagen befahren. Es gibt kaum Aussichtspunkte, Anhalten ist nicht erlaubt und die Polizei ist omnipräsent. Fotos aus dem fahrenden Auto:

Die Altstadt von Durango ist Weltkulturerbe, wir schlendern über weite Plätze, vorbei an Kirchen und Alleen. Im kolonialen Stil erbauten und dekorierten Restaurant Mendoza nehmen wir ein gepflegtes spätes Frühstück ein. Am Nebentisch werden der ausgelassenen mexikanischen Gesellschaft bereits die Fleischplatten fürs Mittagessen serviert, hier geht alles.

Es gibt ihn hier, den ‚echten‘ wilden Westen. Unzählige Filme wurden in den Kulissen des ‚Paseo Del Viejo Oeste‘ gedreht. Diese weisse Kirche kennen wir doch! Der neueste Videoclip ist auf Youtube (Los Plebes del Rancho de Ariel Camacho – Tres Botellas) abrufbar. Auf der Rancho ‚John Wayne‘ gibt es weitere, leider bereits sehr verfallene, Filmkulissen zu sehen. Weitab der Strasse übernachten wir filmreif im Campo Los Bandidos im Privatcanyon dieser Ranch. Die beiden lokalen, hässlichen Wachhunde begleiten uns in den Canyon und durch die Nacht. Wir taufen sie kurzerhand John und Wayne.

Der Parque National de Organon kann es an Schönheit durchaus mit amerikanischen Parks aufnehmen. Wir treffen auf deutsche Mitreisende, beim Palavern über Routen, Ausrüstung und Verschiffung vergeht die Zeit wie im Fluge.

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Zacatecas auf 2‘500 Metern empfängt uns bei Kälte und Nieselregen. Unser Übernachtungsplatz auf dem Cerro de la Bufa ist am Sonntag ziemlich überlaufen. Während des Parkierens haben wir Pech, mehr darüber unter ‚Pleiten Pech und Pannen‘.

Wir ziehen uns warm an und absolvieren den obligaten Spaziergang durch die schöne, im typisch kolonialen Stil erbaute Altstadt. Nach nervenberuhigendem ‚Speis und Trank‘ geht es mit dem Taxi zurück auf den Hügel. Marion und Peter, zwei deutsche ‚Full Time Travellers‘, die wir bereits im Parque National de Organon kennengelernt haben, kommen bei Sturm und Regen des ‚nächtens‘ auch dazu.

Im ‚Museo de la Muerte‘ (Museum des Todes) in Aguascalientes sind unter anderen alte Fotografien von Toten, kunstvolle Bilder und Skulpturen ausgestellt. Etwas gewöhnungsbedürftig..

Guadalajara ist die zweitgrösste Stadt Mexicos und entsprechend hektisch die Verkehrssituation. Auf einem privaten Parkplatz werden wir, wie andere Overlander aus der Schweiz, kostenpflichtig zu parkiert. Dafür liegt die sehenswerte Altstadt in ‚walking distance‘.

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Auf Empfehlung fahren wir zu Charly’s Gourmet Restaurant in Santa Elena. Charly ist vor ca. dreissig Jahren aus der Schweiz ausgewandert und betreibt diese ‚Schweizer‘ Oase: es gibt echtes, selbst gebackenes Ruchbrot und original Schweizer Küche, dazu zählen grosszügig auch die köstlichen Riesenpizzen. Ein mexikanischer Freund von Charly lädt uns zu einer Fiesta Mexicana ein. Der Tequila (7 Siete Leguas ist der beste!) fliesst in Strömen und es wird getanzt; also, wir tanzen und legen zu mexikanischen Rhythmen einige europäische Tänze auf den Plättliboden.

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1944 stieg aus dem Feld eines Bauern ein neuer Vulkan (Parikutin) über 300 Meter empor und begrub unter anderen das Dörfchen San Juan Parangaricutiro unter sich. Nur wenige Mauern der ehemaligen Kirche ragen noch aus dem erkalteten Lavafeld. Eine unschöne Schlaglochpiste (20 km bei 20 kmh) und ein ausgewaschener ‚Erdweg‘ (6km bei 6 kmh) führt direkt an die Ruinen heran.

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Über das wiederum sehr kolonial schöne Morelia

fahren wir zur Reserva de la Biosfera Mariposa Monarca. Der steile und anstrengende Aufstieg zum Winterquartier der Monarchfalter (die Sommer verbringen sie in den USA) auf über 3000 Meter Höhe lohnt sich: Millionen von Monarch-Schmetterlingen schweben, flattern und tanzen im Sonnenschein oder ‚hängen‘ dichtgedrängt an den Nadelbäumen.

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Richtung Megalopolis..

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