(Rumänien – Ungarn – Slowakei – Tschechien – Leipzig – Hamburg)

1.10. – 20.11.2021 

Mit der Richtungsänderung gen Norden wird das Wetter schlecht. Hermannstadt wäre sehenswert, aber es regnet so stark, dass wir den Besuch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Rumänien hat uns so gut gefallen, dass wir auf jeden Fall zurückkommen werden.

Badekultur
Was im Februar in Griechenland im kalten Meer begann und im Sommer in den vielen polnischen und litauischen Seen perfektioniert wurde, rettet uns nun über das garstige Herbstwetter. Wir nutzen jede Bademöglichkeit.

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In Budapest haben wir die Qual der Wahl: die ganze Stadt ist eine einzige Therme. Wir entscheiden uns für das Széchenyi, ist seinen Preis auf jeden Fall wert, wie auch die wunderschönen Eiscornets.

Kaiserin Elisabeth (Sisi) grüsst uns in Ungarn von allen Ecken mit vielen Ausstellungen, Museen und Statuen. Wir absolvieren (also d.h. eigentlich nur Eva) das volle Programm auch im Schloss Gödöllö.

Dazwischen immer mal wieder schöne, einsame Plätze an idyllischen Ufern. Die Hirsche röhren, die Reiher waten durchs Wasser und die Bisamratten streiten sich quietschend. Auch an diesen Plätzen muss der Abwasch erledigt werden, wie hier bei Trimany, Tschechien.

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Bratislava und seine Kaffeehauskultur, das geniessen wir in vollen Zügen. Unser Stellplatz war nur durch sehr tiefe Schlammpfützen zu erreichen.

Schloss Lednice war einst ein Sommersitz derer zu Liechtenstein und zeugt vom damaligen Reichtum und der Macht dieser Familie. Alle Versuche des Fürsten ihr Grundeigentum zurück zu erhalten sind am tschechischen Staat gescheitert.

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In Prag hat es uns zu viele Leute. Die Skyline muss reichen.

Und weiter geht es badend durch die berühmten Kurorte Karlsbad (von aussen herrschaftlich, innen 70er-Jahre-Flair) und Franzensbad (klein aber sehr fein).

Verschiffungsvorbereitungen
Sechzehn Seiten detaillierte Information und genaue Instruktion für die Verschiffung müssen abgearbeitet werden. Sehr viele Dinge (Medikamente, Reinigungsmittel, unversiegelte Gasflaschen, elektronische Geräte, Lebensmittel u.v.m) dürfen nicht im Camper bleiben. Zwei Wochen vor Abgabe im Hafen muss zudem eine detaillierte Inventarliste eingereicht werden. Unter zurückhaltendem Interesse einiger tschechischen Fischer packen wir den gesamten Inhalt unseres Campers um. Drei Pakete müssen per Post in die Schweiz geschickt werden, da wir auch mit unserer neuen Rolltasche dem Volumen nicht gewachsen wären.

In der Therme von Bad Klosterlausnitz treffen wir auf eine sehr selbstbewusste Textilfreikultur. Davon gibt's keine Fotos.

Ein Spaziergang durch den Schlossgarten von Hundisburg und eine Übernachtung im alten Steinbruch, wir sind nicht mehr ganz so entspannt.

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In der Jod-Sole-Therme von Bad Bevensen leiten wir den Endspurt bis zum Abgabetermin am 26.11.2021 ein. Die Grande Angola soll am 28.11. ablegen.

In Hamburg ist Alphie zur Kontrolle bei der Offroad-Manufaktur angemeldet. Einige Flüssigkeiten werden ausgetauscht und die Südamerikatauglichkeit geprüft. Bis auf wenige Kleinigkeiten ist alles i.O.  Bei diesem Schietwetter ist an Sightseeing nicht zu denken, wir überbrücken die Wartezeit im warmen, trockenen Flughafen, zum Übernachten stehen wir auf dem Werksgelände.

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Kosten
Oft werden wir gefragt was eine Verschiffung kostet. Hier eine kurze Zusammenstellung:

Verschiffung Camper 6 Meter lang: der Preis hat kürzlich von 2'500 auf 2'900 Euros aufgeschlagen.
Seefrachtversicherung: fakultativ, abhängig vom versicherten Wert 500 Euros
Hafengebühr Montevideo: zahlbar bar bei Abholung 1'100 US-Dollars
Zollagent Montevideo: fakultativ, aber die Zollformalitäten sind anspruchsvoll und nur in spanischer Sprache: 150 US-Dollars
Gasflasche: es darf nur eine neue versiegelte, leere Gasflasche mitgeführt werden. Einzige Bezugsquelle in Hamburg ist die Firma Kerkamm, die sich das fürstlich bezahlen lässt: 100 Euro. Noch teurer kommen würden eingebaute Gastanks. Diese müssen von einer spezialisierten Firma gespült und versiegelt werden, Kostenpunkt ca. 250 Euros.

Viele Ausrüstungsgegenstände, die nicht im Camper bleiben konnten, müssen wir mit zusätzlichem Gepäck auf den Flug mitnehmen.

Aber wir lassen uns nicht beirren. Punkt für Punkt arbeiten wir uns durch die Instruktionen und geben pünktlich einen porentief gereinigten und korrekt beladenen Camper zur Verschiffung ab. Point of no return erreicht.

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Schwer beladen reisen wir im Direktzug Hamburg-Basel zurück und beziehen eine Airbnb-Wohnung in Karsau. Die Vorbereitungsarbeiten gehen weiter: Auffrischungsimpfung, Triage des Materials, Buchung von Flug und Unterkunft.

Mit 5G boarden wir am 20.11.2021 unser Flugzeug:

Gesund, Geimpft, Geboostert, Getestet und Gutgelaunt geht es ab nach Südamerika, zurück auf die Panamericana!

Werden sie uns rein lassen?

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