Licht aus (18.8.2019)
Wir stehen an der Auffahrt zum Toc-cut-off-Highway und Alphie ist das Licht ausgegangen, das Armaturenbrett zeigt nix an, absolute Stille. Thomas sucht systematisch nach dem Fehler und muss nach einer Stunde erkennen, dass es ohne Hilfe kein Weiterkommen gibt. Es ist Sonntag Morgen auf einem einsamen Highway, es kommen kaum Autos vorbei. Bei eisigem Wind und sehr tiefen Temperaturen läuft Eva zum glücklicherweise nur drei Kilometer entfernten Grizzly Lake RV Park und trifft auf die hilfsbereiten Besitzer Dede und Kathy. Die nächste Autowerkstatt (Willard’s) befindet sich 111 Kilometer entfernt in Toc. Dede telefoniert und erklärt die Situation. Die Werkstatt benötigt jedoch genaue Angaben über das Fahrzeug, deshalb wird Eva im warmen Auto zurückgefahren, es werden Photos gemacht und verschickt. OK, die Werkstatt schickt Hilfe, in ca. zwei Stunden sollten sie ankommen. Wir bedanken uns herzlich bei Dede und Kathy, ziehen uns in die warme Kabine zurück und backen zum Trost ein paar Pancakes, um die Wartezeit zu versüssen. Zwei nette Jungs mit einem bereits in die Jahre gekommenen Abschleppwagen fahren dann wie verabredet vor, können aber das Problem vor Ort nicht lösen, deshalb muss Alphie abgeschleppt werden. Nach knapp zwei Stunden stehen wir vor der Werkstatt, wo wir übernachten dürfen. Auf der Abschleppfahrt sehen vier Moose und einen Fuchs mit Beute, können aber logischerweise zum Fotografieren nicht anhalten! Am Montagmorgen, es hat sich bereits eine kleine Schlange von Hilfe benötigenden Campern gebildet, erscheint ein völlig übernächtigter Mechaniker, denn es ist Jagdsaison und viele Männer schlagen sich die Nächte auf der Pirsch um die Ohren! Er findet den Fehler nach kurzer Suche, eine Kabelsicherung ist durchgeschmort. Die Reparatur dauert dann eine Stunde und Alphie schnurrt wieder. Die Schlussrechnung beläuft sich auf nur 188 Dollar, das nennen wir einen fairen Preis. Klar haben wir uns bei den ‚Tips‘ nicht lumpen lassen….

Ein Stern in der Windschutzscheibe (21.7.2019)
Es musste kommen, denn auf dem Alaska Highway wurden viele Stellen ausgebessert und mit losem Kies bestreut. Oft warnen Schilder vor diesem ‚loose gravel‘ und raten zum langsamen Fahren. Niemand hält sich daran, insbesondere die Lastwagen brettern ohne Rücksicht über den Kies und wirbeln die losen Steinchen auf. Wir werden mehrfach getroffen und dann, klick, haben wir diesen unerwünschten Stern auf der Windschutzscheibe: diese muss dringend repariert werden. Die Dame im Visitor Center von Watson Lake lächelt, als Eva ihr die Situation schildert, denn wir sind heute bereits die Dritten mit diesem Problem. Auswendig nennt sie die Seitennummer im  ausgelegten Werbeprospekt von Whitehorse, auf der die einschlägigen Firmen ihre Annoncen platziert haben.  Nach Whitehorse sind es noch rund dreihunderfünfzig Kilometer, die Scheibe muss durchhalten. Völlig unaufgeregt wird der Stern dann auf einem Parkplatz unter einem kleinen Zelt ausgebessert.

Update 31.7.2019: zwei weitere 'Chips' mussten nach der Fahrt über den Dempster Highway in Dawson City repariert werden.

Gas (Mai - Juli 19)
Dass wir unsere leichte schweizer Gasflasche infolge fehlenden Adapters zurücklassen mussten, haben wir bereits berichtet. Wir kaufen kanadische Flaschen, die wir mit dem vorhandenen Adapter am Herd der Kabine anschliessen. Wollen wir die Aussenkochstelle nutzen, muss Thomas den Adapter ‚umhängen‘. In Miramichi (siehe Bericht..) mussten wir feststellen, dass die Leitung leckt und somit die Aussenkochstelle nicht betrieben werden kann. In der Zwischenzeit konnten wir das Leck orten: es fehlt ein winziges Dichtungsringlein. Dieses finden wir im Canadian Tire (DIY) und es dichtet. Zwischenzeitlich haben wir zudem einen Zweitadapter in Deutschland bestellt und nach Calgary liefern lassen.

Update 15.7.2019: kein Paket am Campground in Calgary! Wenig Hilfsbereitschaft seitens des chinesischen Managements.

Update 21.7.2019: in Whitehorse füllen wir unsere Gasflaschen auf, beim Bezahlen bemerkt Thomas eine 'Wühlkiste' mit diversen Gasadaptern. Leider ist das gesuchte Stück nicht dabei doch wir werden an eine RV-Reparaturwerkstatt verwiesen. Dort werden wir nach längerer Diskussion, komptentem Eingreifen der Seniorchefin und vielfachem Ausprobieren fündig. Problem gelöst! Wir können nun gleichzeitig innen und aussen kochen. Der Campground in Calgary kann uns mal...

Solarpanels (Juni - … 19)
Sie funktionierten auf der Probefahrt in Italien tadellos. Hier in Nordamerika ist das nicht mehr so, sie laden nicht. Unsere Batterie wird zurzeit nur beim Fahren über den Alternator geladen. Das reicht aus, wenn wir unterwegs sind, länger frei Stehen ist nicht möglich. Thomas hat mit Alpha-CAB Kontakt aufgenommen und Tipps erhalten. Wir haben für solche Situationen einen Zangenmultimeter dabei. Wir entdecken, dass ein Modul eines Panels ‚durchgeschmort‘ ist. Thomas isoliert das defekte Panel elektrisch und die beiden verbleibenden Panels beginnen sofort wieder zu laden, wenigstens ein Teilerfolg. Marco von Alpha-CAB bemüht sich um Ersatzmaterial. Wir berichten…

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