Palenque – Campeche – Costa Esmeralda – Rio Lagartos – Las Coloradas – Valladolid – Merida – Playa del Carmen

(9. – 25.3.2020)

Covid-19 ist mittlerweile auch in Mexico angekommen, hören wir. Zu merken ist im alltäglichen Leben jedoch – noch – nichts. Die allgemeine Devise unter den Travellern: wir sitzen diese Zeit hier in Mexico aus. In Campeche auf dem Walmart Parkplatz treffen wir auf zwei weitere Schweizer Overlander (Rita/Sascha und Sandra/Christian). Wir tauschen Informationen aus und weiter geht es Richtung Yucatan Halbinsel, Mayaland (früher Mayab).

Hier gibt es an vielen Orten Cenoten (‚Wasserlöcher‘), die zum Baden einladen und wo oft für wenig Geld wunderschön und einsam übernachtet werden kann. Für die Mayas stellten die Cenoten Eingänge zur Unterwelt dar. Diese sind mit zum Teil überhängenden Felsen und glasklarem Wasser, das bis zu 100 Meter Sichtweite zulässt, sehr speziell und fast nicht von dieser Welt. Zum Baden oder Abkühlen in dunklen tiefen Höhlen ideal.

Wir besuchen kleinere Ausgrabungsstätten mit vielen Steinhaufen, die alle irgendwie gleich aussehen.

Entlang der Costa Esmeralda finden wir trotz vieler protziger Strandhäuser sehr schöne Plätze zum Geniessen.

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In Rio Lagartos, das sich uns viel touristischer als vor fünf Jahren präsentiert, absolvieren wir die Flamingotour und übernachten mit Fabian und Fränzi (Little Roadtrip) auf dem Parkplatz eines Restaurants. Die Diskussionen drehen sich mittlerweile fast nur noch um das Corona-Virus und den Optionen, die uns Travellers bleiben.

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Ein Abstecher nach Las Coloradas muss sein, der Name ist Programm. Die Salzgewinnungsbecken erstrahlen in wunderbarem Rosarot.

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In Valladolid treffen wir wieder auf Valy und Urs, die wir bereits in Kanada, in Guadalajara und bei Charly’s Gourmetrestaurant getroffen haben. Trotz Corona verbringen wir einen lustigen und gemütlichen Abend im ‚El maison del Marques‘. Sie fahren zurück zu Charly, wir folgen Fabian und Fränzi, die mittlerweile auch eingetroffen sind, nach Merida. Sie wollen dort die Coronawelle aussitzen, wir wollen mal schauen. Mittlerweile sind in Yucatan alle Sehenswürigkeiten, z.B. Ruinenausgrabungsstätte, und Campingplätze geschlossen. Nicht gut…

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Merida gefällt uns nicht. Wir können uns nicht vorstellen hier Wochen oder Monate zu verbringen. Wir folgen unseren ursprünglichen Plänen, fahren nach Playa del Carmen und mieten im Casa Ejido ein Apartment mit Küche.

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Wie geplant absolvieren wir mit Stefan Ulrich, unserem Tauchguide, während dreier Tage wunderbare Tauchgänge in diversen Cenoten, die danach ebenfalls geschlossen wurden. Die Unterwelt der Mayas bietet unglaublich schöne Lichteffekte.

Mittlerweile wurden auch hier in Quintana Roo alle Hotels/Campgrounds geschlossen und die mexikanischen Angestellten in ihre Dörfer nach Hause geschickt. Das Casa Ejido bleibt geöffnet, uff…

Am Strassenrand steht ein Bus im Vollbrand, nichts wie weg!

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Die Rückkehraufrufe des EDA werden immer drängender, die Bilder aus der Lombardei sind beunruhigend und wir versuchen uns vorzustellen, wie sich die Situation hier in Mexico darstellen könnte:

Gibt es eine Versorgungssicherheit?
Würden uns im Notfall die vorhandenen medizinischen Einrichtungen zur Verfügung stehen?
Kann der mexikanische Staat Ruhe und Ordnung aufrechterhalten?
Würden unsere im Mai ablaufenden Visa verlängert werden und wenn ja zu welchem Preis (Korruption)?

Es ist uns klar, dass wir als Touristen, die trotz Rückkehraufforderungen ihrer Länder hier geblieben sind, auf der mexikanischen Prioritätenliste gaaaanz weit unten rangieren würden.

Wir entschliessen uns den Empfehlungen des EDA zu folgen und organisieren die befristete Rückkehr in die Schweiz am 1.4.2020. Ob der Flug an diesem Datum durchgeführt wird, ist zum heutigen Datum (25.3.2020) noch unklar. Unseren treuen Alphie können wir in der Nähe des Flughafens von Cancun einstellen.

Wir verbringen die Tage im Netz, beim Kommunizieren mit anderen Travellern (bis nach Argentinien) und verfolgen die Entwicklungen. Ganz nebenbei ‚vernichten‘ wir unsere noch vorhandenen Lebensmittelvorräte und vermeiden jeden sozialen Kontakt.

Unser Leitgedanke zur Zeit: aufgeschoben ist nicht aufgehoben aber es müssen Prioritäten gesetzt werden.

Hebet Sorg...

14 comments

  1. Ihr lieben Beiden, ich drücke euch alle Daumen, dass es gut geht und ihr hoffentlich gut in der Schweiz ankommen könnt. Zur Zeit sieht es ja leider wirklich nicht gut aus hier in D und auch in der CH. Passt auf euch auf!
    Liebe Grüße aus der Isolation, Katja 🙂

  2. Eva & Thomas
    Just letting you know we are thinking of you. We have been self isolating for close to two weeks now. What a tough decision about returning to Switzerland. I have to agree that you would be low priority to the Mexicans.
    Let us know when you are back home and we can video call to catch up.
    Be safe
    Dave & Theresa
    Calgary, Alberta

    1. Dear Theresa, dear Dave
      We hope you are still in a safe isolation waiting for this mean virus to disappear. We are still in Mexico. Our flight from Cancun will be on the 2nd of April and we look forward to get in touch with you on a Video call.
      Stay safe.
      Eva & Thomas
      Cancun

  3. Liebe Eva- unbekannterweise-, lieber Thomas
    hoffentlich seit ihr bald heile im Flieger und kommt ohne riesige Umwege wieder in die Schweiz!
    Gute Reise und gute Quarantäne zuhause!
    Blibet gsund
    Gerlind

    1. liebe Gerlind,
      wir sind gut in der Schweiz angekommen.
      Alles wirkt surreal: nicht nur der lockdown in der Schweiz sondern auch der ungeplante Orts- und Kulturwechsel nach 11 Monaten auf Räder.
      herzliche Grüsse aus dem Emmental
      Thomas

  4. Lieber Thomas
    Wie lange wollt- müsst ihr jetzt hier bleiben und was habt ihr mit eurem Auto gemacht?
    Wir warten immer noch auf die Lieferung unseres Womos- theoretisch Ende Mai… wait and see! Lasst es euch gut gehen.
    Herzliche Grüße aus dem Baselbiet
    Gerlind

    1. Liebe Gerlind,

      unser Fahrzeug steht sicher auf einem ummauerten Grundstück in der Nähe des Cancun Airport.
      Drücke Euch die Daumen das es mit der Auslieferung Ende Mai klappt und dann die Campgrounds auch aufgehen.

      Grüsse aus dem Emmental

  5. Herzliche Grrüsse ausm Fricktal. – habe Ihre Berichte immer mal wieder verfolgt… Willkommen in der Heimat und beste Gesundheit, “Mama von Felix”

  6. Hallo Eva und Thomas
    Endlich und leicht beschämt, habe ich erst jetzt wieder eure tollen Berichte gelesen.
    Ich wünsche Euch in der Schweiz eine tolle „Auszeit“, kann ja auch interessant sein. Eine schöne Gelegenheit wäre, per Internet eine Lektion „Glunggiprobe“ mit dem Piccolo!
    Seid herzlich gegrüßt.
    Elisabeth

    1. Liebe Elisabeth, lieber Paul,

      wir melden uns gerne wenn wir wieder in der Nordwestschweiz sind und freuen uns auf ein Wiedersehen.
      Die Piccolos liegen irgendwo gut eingelagert…
      bleibt gesund
      Eva & Thomas

  7. Liebe Eva, lieber Thomas

    ebenso leicht beschämt, melde auch ich mich endlich mal..
    Wer hätte gedacht, was dieses Virus mit der ganzen Welt alles anstellt.. einfach unglaublich. Es freut mich sehr zu hören, dass Ihr gesund in der Schweiz angekommen seid.
    Es wäre schön, Euch wieder zu sehen… morgen kommt ja aus, wie weit wieder ein bisschen mehr gelockert wird. Das Piccolo muss ich aber auch zuerst noch suchen gehen 🙂
    herzliche Grüsse
    Barbara und Axel

    1. Liebe Barbara,
      vielen Dank für Deine Nachricht.
      Wir werden uns baldmöglichst bei der Clique zeigen (ohne Piccolo..) und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Dir.
      herzliche Grüsse
      Eva @ Thomas

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