(25.3. – 13.7.2020)

Mexico - Schweiz - Frankreich

Die Rückreise
Mehrmals wird der Termin für unsere Rückreise von der Fluggesellschaft verschoben. Am 2.4. können wir endlich im praktisch menschenleeren Flughafen von Cancun unsere selbst organisierte Rückreise antreten. Alphie lassen wir schweren Herzens bei Nathan (Cancun Storage) zurück.

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Fremde Heimat
Die Schweiz ist geschlossen. ‚Häppchenweise‘ dürfen die Passagiere durch den verwaisten Flughafen Kloten zur Gepäckausgabe eilen. Überall stehen Aufpasser, die einschreiten, wenn die Abstandsregeln verletzt werden. Im leeren Zug/Bus reisen wir nach Bubendorf, um unser Auto abzuholen und fahren weiter nach Kaiseraugst (Dorfladen - Rickenbacher Partyservice), um die im Voraus bestellten Lebensmittel für die freiwillige Isolation einzuladen. Alles ist seltsam unwirklich, wir haben keine 'Bleibe', da unser Haus vermietet und unsere Möbel eingelagert sind. Wir fühlen uns wie in einem falschen Film.

In Koppigen erwartet uns eine grosse Wohnung (Airbnb) und eine sehr herzliche Begrüssung durch Heidi und Ruedi – auf zwei Meter Distanz wie vorgeschrieben. Wir lassen uns in den Jetlag fallen und verbringen bei absoluter Ereignislosigkeit mehrere Wochen im Bernbiet. Tacos werden mit ‚Bärner Züpfe‘ getauscht, Fondue und Spargeln ausgiebig genossen und die Wanderwege bis zum Umfallen erkundet. Wochenhöhepunkte sind die Points de Presse des Bundesrates, der Lebensmitteleinkauf und sporadische Wiedersehen mit Familie und Freunden. Die Tage fliessen dahin und aus geplanten vier Wochen werden acht.

Nächstes Airbnb St. Peterzell, Toggenburg
Bei Hanni und Heinz erleben wir die hügelige Landschaft bei Sonne und Regen. Neidisch beobachten wir die vielen 'Camper', die bereits wieder unterwegs sind.

Uns zieht es zurück nach Mexico, zu unserem Camper, wir wollen unsere Reise fortsetzen. Möglichkeiten werden ausgiebig und vertieft diskutiert, ein Abbruch der Reise kommt für uns momentan nicht in Frage. Aber wie könnte der weitere Verlauf aussehen?

Aktuelle Arbeitshypothese: Mitte/Ende September wieder in Mexico. Mögliche Varianten:

Variante A: Wie geplant, Weiterreise durch Zentralamerika und Südamerika. Panamericana.

Variante B: Verschiffung von Veracruz (Mexico) nach Cartagena (Kolumbien), falls das zentralamerikanische ‚Pflaster‘ zu heiss wäre.

Variante C: Verschiffung von Veracruz (Mexico) nach Montevideo und Südamerika von unten bereisen.

Variante D: Zurück in die USA. Verschiffung von Baltimore wohin auch immer.

Aber es kommt wie es kommt…

Wir halten weiter Kontakt zu anderen Reisenden und bleiben über die schlimme Situation in Mexico/Südamerika informiert.

Nächstes Airbnb in Sierentz, Frankreich.
Näher bei Familie, Freunden und Bekannten geniessen wir das 'Savoir vivre' im Elsass.

Langzeit-Airbnb-Surfing
Von Anfängern im Airbnb Hawaii entwickeln wir uns zu Profis. Jede Wohnung wäre gemäss Beschreibung voll ausgestattet, aber es fehlt immer etwas. Unsere Airbnb-Küchen-Ersatzausrüstungstasche wächst mit jeder Wohnung und enthält mittlerweile Eierbecher, Grill, Messer, Schöpflöffel, Sparschäler, und Holzspiesse (Aufzählung nicht abschliessend). Wir bleiben dran und es können noch Wetten abgeschlossen werden, was in unserer nächsten Wohnung fehlt...

Der Travelmood packt uns seit die Grenzen wieder offen sind. Ein Roadtrip im Personenwagen steht an, aber kommt es zu einer Sabotage?

2 comments

  1. Hallo Eva, hallo Thomas,
    schön wieder was von Euch zu hören! Mal gespannt, wie es bei Euch weiter geht?! Bei uns steigt auch der Travelmood , WoMo durch’s Jura- solange die Grenzen offen bleiben – bitte, bitte … zwischen CH u. F , Richtung Süden…. das südlichste Limit ist das Mittelmeer, Algerien für das nächste Mal oder so… Wir fahren aber erst nach den Schulferien, dann sind die Stellplätze leerer und die Folgen meines letzten Spitalkontaktes verheilt, stabil. Freu mich auf den nächsten Post von Euch, wo immer er herkommt!
    Viele Grüße aus dem Baselbiet
    Gerlind

    1. Hallo Gerlind,
      vielen Dank für Deine Nachricht.
      Ich hoffe Ihr könnt nun Euer WoMo in vollen Zügen geniessen v.a. wenn dann die Campingplätze nicht mehr so überlaufen sind. Wir schauen jedem Camper mit Sehnsucht hinterher und denken an unser Fahrzeug in Mexico. Die Situation ist dort leider noch zu unsicher um an eine Rückkehr zu denken.
      LG aus dem Elsass
      Thomas

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